Die 11 wichtigsten Punkte bei der Arbeit als Immobilienmakler - Immobilienmakler werden

Die 11 wichtigsten Punkte bei der Arbeit als Immobilienmakler

Die Anforderungen an einen Immobilienmakler sind sehr vielseitig. Er muss für beide Seiten ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen, sich einen guten Ruf aufbauen und gleichzeitig sein eigenes Zeitmanagement planen. Sie müssen die richtigen Entscheidungen treffen, das jeweilige Vorgehen planen und Ihren Kunden beim Vertragsabschluss beratend zur Seite stehen. Erfahren Sie, welche Punkte Sie Ihrer Arbeit berücksichtigen müssen, sodass Sie die Zahl der Abschlüsse maximieren und die Zufriedenheit der Kunden sicher stellen.

Der erste Schritt als Immobilienmakler ist es, neue Kunden zu gewinnen. Die potentiellen Kunden können entweder eine Immobilie anbieten oder suchen. Dabei achten sie bei der Auswahl des richtigen Immobilienmaklers auf einige Punkte, die Sie in jedem Fall berücksichtigen sollten. Dadurch gelingt der Start in die Selbstständigkeit und die Kunden fassen schnell Vertrauen. Zufriedene Kunden werden ihre positiven Erfahrungen anderen Menschen mitteilen, wodurch Sie sich einen guten Ruf aufbauen können und weiter empfohlen werden. Die folgenden 11 Punkte bieten einen Überblick über die Tätigkeit des Immobilienmaklers und stellen einen Leitfaden für die tägliche Arbeit in Ihrem Beruf dar.

Punkt 1: Nehmen Sie sich für das erste Gespräch ausreichend Zeit

„Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck“ – dies sagt bereits ein altes Sprichwort. Was im Privatleben gilt, gilt umso mehr auch im beruflichen Alltag. Treffen Sie potentielle Kunden das erste Mal, dann sollten Sie diesen ausreichend Zeit widmen und auf die Wünsche und Vorstellungen eingehen. Nur wenn die Verkäufer, Käufer oder Vermieter Vertrauen in Sie fassen und von Ihren Qualifikationen überzeugt sind, gelingt die Kundengewinnung. Sie können das erste Gespräch beispielsweise auch mit einer Besichtigung der Immobilie verbinden, so verschaffen Sie sich gleichzeitig einen Eindruck vom Objekt und können bereits Details zum weiteren Vorgehen besprechen. Die Kunden merken, dass Sie sich Gedanken um eine zufriedenstellende Vermittlung machen und können Ihnen alle wichtigen Punkte in einem persönlichen Gespräch mitteilen. Dabei sind nicht nur die kommunizierten Inhalte sondern auch Ihr Auftreten und die Wahl der Kleidung wichtig.

Punkt 2: Vermitteln Sie Seriosität und eine umfassende Marktkenntnis

Immobilienmakler vermitteln unterschiedliche Objekte, welche sich durch die Lage und die Bauform unterscheiden. Sie können sich entweder auf einen Spezialbereich, beispielsweise Luxusimmobilien oder Mietimmobilien, konzentrieren oder in verschiedenen Kategorien tätig sein. Auch die Region spielt eine wichtige Rolle, da eine ländliche Gegend andere Charakteristika als eine Großstadt aufweist. Im Kundengespräch müssen Sie in jedem Fall Fachwissen und eine umfassende Marktkenntnis präsentieren. Sie sollten sich in der jeweiligen Region auskennen und mit der Art der Immobile vertraut sein.

Punkt 3: Gestalten Sie einen ansprechenden Internetauftritt

Neukunden gelangen auf unterschiedlichen Wegen zu Ihnen. Eine Möglichkeit ist die Suche über das Internet. Neben einem guten Ranking sind auch das Design und der Inhalt der Webseite von Wichtigkeit. Die Kunden müssen auf der Homepage alle benötigten Informationen finden und zur Kontaktaufnahme angeregt werden. Haben Sie bereits Kunden gewonnen, welche Immobilien verkaufen möchten, dann können Sie die betreffenden Objekte auch auf der Webseite präsentieren oder Verweise hierauf anlegen. Beachten Sie hierbei die Vorgaben der Kunden, da Sie Fotos beispielsweise nur mit dem Einverständnis der Eigentümer einstellen dürfen. Handelt es sich um aktuell vermietete Objekte, dann müssen Sie weitere gesetzliche Vorschriften berücksichtigen. So benötigen Sie bei Aufnahmen von Innenräumen beispielsweise das Einverständnis der Mieter. Sollten diese Vorbehalte gegenüber Fotos haben, dann erklären Sie Ihnen, dass Bilder dafür sorgen können, die Effektivität bei der Weitervermietung zu erhöhen. Die Anzahl der Besichtigungstermine reduziert sich, da nur tatsächliche Interessenten vorbeikommen, was auch für die aktuellen Mieter von Vorteil ist.

Punkt 4: Verweisen Sie auf Referenzen und Ausbildungen

Studienabschlüsse, Ausbildungen und Weiterbildungen zeigen, dass Sie sich Fachwissen angeeignet haben. Sie schaffen dadurch Vertrauen und stärken ihre eigene Position. Die Abschlüsse können Sie unter anderem auf ihrer Webseite oder auf Visitenkarten kommunizieren. Wenn Sie erfolgreich größere Immobilien vermittelt haben, dann lassen Sie dies potentielle Kunden wissen. Wichtig ist, dass Sie den Datenschutz dabei nicht vergessen. Nennen Sie nur so viele Details, wie gesetzlich erlaubt ist.

Punkt 5: Begehen Sie das Objekt zusammen mit den Verkäufern beziehungsweise Vermietern

Wird Ihnen ein Objekt zur Vermittlung angeboten, dann begehen Sie dieses zusammen mit den Vermietern beziehungsweise Verkäufern. Voraussetzung ist, dass sich dieses Vorgehen mit den Kundenwünschen deckt, was meistens der Fall ist. Im Rahmen der Besichtigung lernen Sie die Immobilie im Detail kennen, erhalten weitere Informationen hierzu vom Besitzer und verschaffen sich einen Überblick über die Lage und die Umgebung. Sie können zu diesem Zeitpunkt, oder auch im Anschluss ohne den Eigentümer, Fotos der Videos anfertigen. Die Aufnahmen sind für die Vermittlung der Immobilie von großer Wichtigkeit. Sie stellen die Bilder ins Internet, präsentieren Sie potentiellen Interessenten und fertigen ein Exposé an. Dabei ist die Qualität der Fotos entscheidend. Sie müssen professionell wirken und unter idealen Bedingungen aufgenommen werden. Bei Sonnenschein wirkt ein Garten wesentlich schöner als bei regnerischem Wetter. Auch Licht, welches durch die Zimmer in den Innenraum fällt, verbessert die Wirkung der Aufnahmen. Bilder sprechen die Menschen auf einer emotionalen Ebene an und müssen den Wunsch wecken, in dieser Immobilie wohnen zu wollen.

Punkt 6: Kommunizieren Sie Preise und Leistungen deutlich

Transparenz schafft Vertrauen. Sie sollten daher alle Leistungen und Preise offen und ehrlich kommunizieren. Dauert die Vermittlung länger, dann geben Sie den Kunden Zwischenberichte und Informationen über die bisherigen Tätigkeiten.

Wie viele potentielle Mieter beziehungsweise Käufer haben sich bereits für das Objekt informiert?
Zu wie vielen Besichtigungen ist es schon gekommen?

Dadurch können sich die Immobilienbesitzer einen Überblick über die Lage verschaffen und sehen, dass Sie den Verkauf professionell organisieren. Zeigen Sie, welche Aktivitäten Sie unternehmen und dass Sie unterschiedliche Wege gehen.

Punkt 7: Halten Sie alle Vertragspunkte schriftlich fest

Bei Erhalt des Auftrages müssen Sie alle Vereinbarungen schriftlich fixieren. Dies dient nicht nur der rechtlichen Absicherung von Vermittlungskosten sondern auch der Sicherheit für beide Seiten. Wenn sich beide Parteien über die getroffenen Absprachen einig sind und diese noch einmal in Schriftform vorliegen haben, dann bestehen keine Unklarheiten und eventuelle Streitigkeiten werden vermieden. Heben Sie bei den Schriftstücken den Umfang Ihrer Leistungen hervor, wie beispielsweise das Erstellen von Exposés, die Durchführung von Besichtigungen und die Erstellung von Zwischenberichten.

Punkt 8: Bieten Sie Hilfestellungen beim Vertragsabschluss zwischen Käufer und Verkäufer beziehungsweise Mieter und Vermieter an

Sie sind als Immobilienmakler an dem Abschluss des Kaufvertrages beziehungsweise des Mietvertrages sowie an zufriedenen Kunden interessiert. Unterstützen Sie beide Parteien daher bei der Realisierung des Kaufes oder dem Unterzeichnen des Mietvertrages. Stellen Sie beispielsweise Mustermietverträge zur Verfügung oder nennen Sie den Namen eines Notars, welcher den Verkauf beglaubigen kann. Geben Sie Tipps, auf welche Punkte Ihre Kunden bei der Gestaltung der Verträge achten müssen, sodass diese die Gewissheit haben, die richtige Entscheidung zu treffen. Häufige Fragestellungen bei Mietverträgen betreffen die Regelungen für die Tierhaltung, die Zutrittsrechte des Vermieters, Schönheitsreparaturen und die Abrechnung der Nebenkosten. In einigen Musterverträgen sind hierfür unterschiedliche Bausteine enthalten, welche eine individuelle Vertragsgestaltung erlauben. Auch die Kaution ist häufiger Problembereich. Sie kann entweder in einer Summe oder auch in mehreren Monatsraten bezahlt werden. Oftmals erklären sich Vermieter auch mit einer Kautionsbürgschaft einverstanden. Die Bürgschaften werden von Banken oder Versicherungen angeboten und decken eventuelle Schäden am Ende der Mietzeit ab. Da die Versicherungsgesellschaften vor Abschluss der Kautionsbürgschaft eine Bonitätsprüfung durchführen, erhalten die Vermieter in diesem Fall gleichzeitig eine Bestätigung über eine ausreichende Bonität der potentiellen Mieter. Diese kann aber auch unabhängig von der Bürgschaft eingeholt werden. Sind Sie beispielsweise für Mieter tätig, dann empfehlen Sie diesen die Einholung eines Bonitätsnachweises. Dadurch gewinnen die Mieter das Vertrauen des potentiellen Vermieters und Sie gelangen schneller zu einem Vertragsabschluss.

Punkt 9: Passen Sie das Vorgehen bei der Vermittlung an das jeweilige Objekt an

Haben Sie eine Immobilie zu vermitteln, dann müssen Sie Ihre Vorgehensweise planen. Die Strategie hängt von der Immobilienart und vom Standort ab. Während bei klassischen Einfamilienhäusern oder Wohnungen die Anfertigung von Fotos ausreichend ist, können Sie von Luxusimmobilien auch Videos anfertigen lassen, um Interessenten einen realistischen Eindruck zu vermitteln. Handelt es sich um ein leerstehendes Objekt in einer Stadt, dann kann es schnell zu einer großen Anzahl an potentiellen Interessenten kommen. Da erfahrungsgemäß nach einer Besichtigung nicht auch zwangsläufig ein Vertragsabschluss zustande kommt, bündeln Sie die Termine. Sie können mit mehreren Interessenten durch die Räumlichkeiten gehen, Fragen beantworten und eventuell auch ihrerseits Fragebögen an die Besucher verteilen. Dadurch verschaffen sich beide Seiten einen Überblick über das Angebot. Bei Sonderobjekten, wie einem Bauernhof oder einem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude, ist es wichtig, die Eigenschaften und Besonderheiten der Immobilie hervorzuheben. Diese erfordert mehr Recherche- und Vorbereitungsarbeit.

Punkt 10 Schließen Sie Versicherungen ab

In jedem Beruf besteht das Risiko, dass es zu Haftpflichtschäden kommen kann. Immobilienmakler sollten daher eine Vermögensschadens-Haftpflichtversicherung abschließen. Diese schützt Sie im Falle von Forderungen Dritter und bietet somit Ihnen und Ihren Geschäftspartnern Sicherheit. Sie hantieren tagtäglich mit Zahlen, Fakten und Informationen zu Immobilien. Kommt es zu einem versehentlichem Zahlendreher oder einem anderen Missgeschick oder Missverständnis, dann ist eine Haftpflichtversicherung von Vorteil. Als Selbstständiger sollten Sie neben einer Vermögenshaftpflichtversicherung zudem eine klassische Haftpflichtversicherung und eine Rechtschutzversicherung abschließen. Dabei haben Sie bei vielen Versicherungsgesellschaften die Möglichkeit, die berufliche Absicherung mit der privaten Absicherung zu verbinden.

Punkt 11: Gehen Sie auf Kundenwünsche ein

Bevor Sie Mietern Objekte präsentieren oder Vermietern potentielle Mieter vorstellen, müssen Sie sich über die Vorstellungen und Wünsche Ihrer Kunden informieren. Sie beschleunigen somit das Vorgehen, weil Sie schneller zu einem Ergebnis gelangen. Führen Sie mit Mietern Besichtigungstermine durch, dann bedeutet dies für Sie die Investition von Zeit. Kennen Sie bereits im Vorfeld die Anforderungen der Interessenten an die Immobilie, dann vermeiden Sie überflüssige Besichtigungstermine und stellen möglichst geeignete Objekte vor. Sie können sich beispielsweise einen Fragebogen ausfüllen lassen, welcher in jedem Fall auf folgende Punkte eingehen muss:

– Preisspanne für die Immobilie
– gewünschte Immobiliengröße
– Haustierhaltung bei Mietobjekten
– Besondere Wünsche und deren Notwendigkeit (beispielsweise ein Arbeitszimmer oder einen Garten)
– Anzahl der Personen, die in das Mietobjekt einziehen

Vermieter stellen ebenfalls Anforderungen an Mieter. Auch hier sollten Sie sich über die Vorstellungen informieren. Wünscht der Vermieter Angaben zum Einkommen? Soll ein Bonitätsnachweise geliefert werden? Ist der Vermieter mit der Tierhaltung einverstanden und wenn ja, gelten Einschränkungen? Durch eine gute Recherche im Vorfeld vermeiden Sie einen späteren Abbruch des Vertragsabschlusses, da beide Seiten mit dem Vertrag und dem Vertragspartner einverstanden sind. Für Sie bedeutet dies eine effektive Gestaltung Ihrer Arbeit und eine Reduktion des Zeitaufwandes. Sie konzentrieren sich auf das Wesentliche und vermitteln jedem Suchenden schnellstmöglich das passende Objekt.

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