Der Verdienst eines Immobilienmaklers - Immobilienmakler werden

Der Verdienst eines Immobilienmaklers

Der Job des Immobilienmaklers ist für viele Menschen ein Traumberuf. Hier kreuzen sich die Wege eines Betriebswirtschaftlers mit denen eines guten Kommunikators. Wer also ein gutes Händchen für Zahlen hat und darüber hinaus auch seine Stärken im Umgang mit Menschen sieht, wird im Immobilienbusiness viel erreichen können.

Doch wie viel kann man genau erreichen – in Zahlen?

Neben den vielen spannenden Aktivitäten zählt letztendlich auch das Gehalt des Immobilienmaklers. Denn auch, wenn der Job Spaß macht: Ohne ein lukratives Einkommen geht natürlich jeder Reiz verloren.

Vorab: Laut des Bundesverbands der Immobilienberater liegt das durchschnittliche Brutto Monatseinkommen eines Immobilienmaklers in Deutschland bei rund 3.000€. Allerdings ist diese Zahl kein bisschen aussagekräftig und sollte in Ihren Planungen nichts ausschlaggebend sein.

Gerade in der Immobilienbranche schwanken die Provisionen und monatlichen Summen extrem. Sie hängen von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen:

  • Art der Nische (Fokussieren Sie sich auf 1-Zimmer-Wohnungen oder auf Mehrfamilienhäuser? Die prozentuale Provision steigt natürlich auch mit dem Gesamtpreis jeder Immobilie.)
  • Ihr Geschick
  • Ihre Kontakte
  • Ihr Fleiß
  • Ihr allgemeines Arbeitspensum

Man kann daher gar nicht pauschal sagen, dass jeder Immobilienmakler ca. 3.000€ im Monat verdient. Manche verdienen eventuell gar nichts, andere hingegen verdienen Millionen.

Der Verdienst erschließt sich durch Provisionen

Als Immobilienmakler werden Sie in Form von Provisionen bezahlt. Sobald Sie ein Objekt erfolgreich an den Mann gebracht haben, bekommen sie anteilig prozentual vom Verkaufspreis eine Vermittlungsgebühr, aus denen sich am Ende des Monats Ihr Monatseinkommen bildet.

Das bedeutet: Vermitteln Sie in einem Monat über 5 Immobilien mitsamt einem Verkaufspreis von über einer Million und bekommen dafür 3% Provision, haben Sie 150.000€ (brutto) verdient. Vermitteln Sie aber in einen Monat kein Objekt, gehen Sie leer aus. Meistens liegt die Provision bei der Vermittlung von Objekten zwischen 3-6%. Bei Mitwohnungen können Sie mit einer sogenannten Courtage von 2-3 Monatsmieten rechnen.

Der Verdienst ist also von Ihrer Leistung abhängig. Daneben spielen auch temporäre Faktoren wie die Marktlage oder „ein bisschen Glück“ eine große Rolle. Daher müssen Sie viel mehr mit einem schwankenden Einkommen rechnen, anstatt mit einem durchschnittlichen Wert.

Selbstständig oder angestellt?

Selbstverständlich ist es auch möglich, als angestellter Immobilienmakler zu arbeiten. Dies ist jedoch für die wenigsten wirklich interessant, da hier die Verdienstchancen stark gedrosselt sind. Man muss trotzdem anerkennen, dass man dafür ein gewisses Maß an Sicherheit erwarten darf. So bekommt man ein fixes Einkommen, welches durch kleine Provisionen aufgebessert werden kann.

Der selbstständige Makler genießt zwar weniger Sicherheit, dafür aber mehr Verdienstchancen. Schließlich fließt die komplette Provision an den Makler.

Wenn Sie sich dafür interessieren, als selbstständiger Immobilienmakler tätig zu werden, haben Sie grundsätzlich 3 Möglichkeiten:

  1. Sie sind als total auf sich allein gestellt und betreiben Ihr Business vollständig unabhängig. Das kann sinnvoll sein, wenn Sie regionale Alleinstellungsmerkmale haben.
  2. Sie gehen einen Zusammenschluss mit mehreren Immobilienmaklern ein. Dadurch können Sie Teilaufgaben und Risiken verteilen und effizienter arbeiten.
  3. Sie gehen einen Franchise-Vertrag mit großen Maklerfirmen ein. Dies kann sehr sinnvoll für den Start sein, da Sie hier von den bekannten Namen der Firma profitieren.

Beachten Sie auch Ihre Ausgaben

Wenn wir über das Thema „Verdienst und Immobilien“ reden, müssen wir auch darauf hinweisen, dass Sie Ausgaben haben werden. In den seltensten Fällen werden Sie Ihre Objekte locker und ohne großen logistischen und administrativen Aufwand vermitteln können – ganz besonders dann nicht, wenn Sie es hauptberuflich machen wollen.

Es fallen unter anderem Kosten für ein Büro an, für Mitarbeiter, Assistenz, Buchhaltung, Marketing und Sprit (immerhin müssen Sie auch zu ihren Objektbesichtigungen hinkommen). Zwar lassen sich die Kosten von den Steuern absetzen, jedoch müssen Sie diese erst einmal imstande sein, zu bezahlen.

Zudem müssen diese Kosten am Ende jeder ausgezahlten Abschlussprovision gegengerechnet werden. Wer hier nicht wirtschaftlich denkt, kann den reinen Gewinn massiv schmälern. Ein guter Tipp wäre daher, dass man Objektbesichtigungen bündelt. So spart man Spritkosten und jede Menge Zeit.

Zeit ist ebenfalls ein unterschätzter Faktor. Seien Sie sich immer im Klaren darüber, wie viel Zeit Sie bereit sind, zu investieren.

Wie hoch soll ihr Stundenlohn im Durchschnitt sein und wie viele Objekte müssen Sie dafür im Monat vermitteln?

Ist Geld der Hauptgrund für den Job als Immobilienmakler?

Geld sollte nie der Hauptgrund sein, wenn es darum geht, einer Leidenschaft nachzugehen. In der Tat ist der Beruf als Immobilienmaklers eine echte Passion für viele Branchentätige. Allerdings sind wir nicht so naiv, um zu behaupten, dass das Geld „gar keine“ Rolle spielen soll.

Schließlich macht ein Beruf erst dann so richtig Spaß, wenn man Ihn unter einer gewissen Entspannung ausüben kann.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten bei jeder Objektbesichtigung enormen Druck, einen Vertragsabschluss zu machen, da Sie sonst Ihre eigene Miete für den nächsten Monat nicht bezahlen können. Unter solchen Umständen wird die seriöse und kundenorientierte Arbeit extrem leiden, wodurch sich auch Ihr langfristiges Erfolgspotenzial mindert.

Wir empfehlen daher, auch ein Auge auf den nackten Gewinn zu legen und nicht bloß blind Ihrer Leidenschaft zu folgen. Der Gewinn sollte natürlich im Großen und Ganzen Ihren Ansprüchen genügen. Wir warnen aber auch davor, dass es durchaus mal zu Dürrephasen kommen kann. Ein gutes Einkommensmanagement ist deswegen absolut notwendig.

Fazit

Eine präzise Prognose für Ihr Einkommen auszusprechen ist schlichtweg unmöglich. Die Spannweite beginnt bei 0€ und kann unbegrenzt nach oben gehen. Einzig und allein Ihr Engagement und Ihr Geschick im Umgang mit dem Markt und mit Ihren Kontakten werden den größten Einfluss nehmen können.

Wir hoffen, dass Sie durch diesen Artikel einen guten Einblick in die Verdienstmöglichkeiten eines Immobilienmaklers bekommen konnten.

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